Den Korsagekurs unterrichten in Zeiten von Corona.

27.05.2020

Seit Jahren, darf ich den Bekleidungsgestalterinnen in Aarau das "Korsage nähen" beibringen. Dieses Jahr unter besonderen Umständen, wie wir alle wissen. Ich darf sagen, das Schutzkonzept hat hier super funktioniert. Die selbst produzierten Masken tragen alle sieben Lernenden vom 3.Lehrjahr, die Atelierleiterinnen und natürlich auch ich. Lösen darf man die Maske, sobald der 2m Abstand eingehalten werden kann. Ansonsten heisst es: Maske auf! Vorallem beim Erklären vor der ganzen Gruppe und bei persönlichen Gesprächen über das jeweilige Projekt, ist das Maske tragen sinnvoll. 

Die 7 Bekleidungsgestalterinnen im 3. Lehrjahr machten sich bereits Gedanken darüber, welche Korsage sie nähen möchten. Zur Auswahl stand die No27 Korsage mit Brustkörbchen und die No45 Korsage mit Nähten. Beide Korsagen werden vorne mit einer Wigona - Schliesse geschlossen und im Rücken geschnürt. Die Schnittmuster bestellen kann man im Shop. Die Lernenden haben bereits im Vorfeld eine Moulure in der entsprechenden Grösse genäht und anprobiert. Die Schnittmuster waren somit bereit für den Zuschnitt. 

Alle Teile werden in einem Grundstoff, dann in Originalstoff und in Futter zugeschnitten. Nach dem Zuschnitt geht es an die Verarbeitung. Da eine Korsage aus vielen Nähten besteht, muss sehr exakt gearbeitet werden. Sobald die Nähte gesteppt und gebügelt sind, werden die Tunnel für die Stäbe vorbereitet.
Ziel des Tages war: Die Korsagehälften zusammen nähen, die Tunnel fertig verarbeiten, das Futter nähen und die Einfassungen vorbereiten. Für fast alle reichte die Zeit gut aus. Zwei Lernende welche die Korsage mit Brustkörbchen wählten, brauchten etwas länger, da diese Korsage auch etwas aufwändiger in der Verarbeitung ist. 

Die nächsten Schritte wie Wigona - Schliesse einarbeiten, Stäbe knipsen, Einfüttern, Ösen einstanzen und Einfassen, werden wir am 2. Tag des Korsagekurses in Angriff nehmen. Ich bin schon sehr gespannt über die fertigen Korsagen, ich hoffe ihr auch!